Medienkonferenz Chur
21.11.2017
Gezielte Fördermassnahmen ab 2018

Graubünden will die Elektromobilität im Kanton fördern

von Tao Krauspe Kategorie : Allgemein

Die Regierung im Kanton Graubünden sieht die Elektromobilität als grosse Chance und legt nun dazu ein Paket mit Fördermassnahmen vor. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Vorbildfunktion des Kantons bilden hierzu die Schwerpunkte. Die Förderung der Elektromobilität und die dazugehörige Anpassung des Bündner Energiegesetzes soll bereits 2018 in Angriff genommen werden.

Zurzeit ist der Bestand an reinen Elektrofahrzeugen auf Bündner Strassen mit knapp einem Promille sehr gering. Die Hybridfahrzeuge erreichen im Ferienkanton knapp fünf Promille. Die Neuzulassungen nehmen nun jedoch von Jahr zu Jahr prozentual stark zu. So rechnet der Kanton damit, dass 2025 etwa jedes zehnte verkaufte Auto ein Batterie- oder Plug-In-Hybridfahrzeug sein wird. Ab 2035 sollen sogar gleich viele Elektrofahrzeuge wie Autos mit Verbrennungsmotor verkauft werden. Um den rechtzeitigen Aufbau einer bedarfsgerechten Anzahl gut platzierten, öffentlich zugänglichen und einfach nutzbaren Ladestellen zu gewährleisten, hat der Kanton in Zusammenarbeit mit Repower den Masterplan Ladeinfrastruktur E-Mobilität Kanton Graubünden erstellt. Dieser soll die Aktivitäten von Energieversorgern und Privaten zum Aufbau von Infrastrukturen für E-Fahrzeuge unterstützen.

Masterplan

Mit der Energiestrategie 2050 möchte der Bund den Energieverbrauch im Verkehr durch Effizienzsteigerungen senken und gleichzeitig die Umweltemmissionen der Fahrzeuge reduzieren. Werden die Elektrofahrzeuge nun mit Strom aus erneuerbarer Energie betrieben, so werden auch die Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen verringert und die lokalen Emissionen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen gesenkt.

So sollen die öffentlich zugänglichen Ladepunkte gemäss dem Masterplan entlang der Hauptachsen und Kantonsstrassen vom Kanton gefördert werden. Diese Ladestationen werden das beschleunigte Laden (11-22 kW) und das Schnellladen (22-50 kW) ermöglichen. Das Pilotprojekt ist bereits für nächstes Jahr als eine Förderaktion geplant.

Medienkonferenz Chur

Mit diesem Schritt nimmt der Kanton Graubünden eine Vorbildfunktion ein. Mit der Bereitstellung von Ladeinfrastrukturen bei den kantonalen Verwaltungsgebäuden soll auch die interne Fahrzeugflotte mit Elektrofahrzeugen massiv aufgestockt werden. So wird ein Angebot für die Mitarbeitenden und die Kundschaft geschaffen. Dazu wird ein umfassendes betriebliches Mobilitätsmanagement eingeführt, das zusammen mit der Realisierung des neuen Verwaltungszentrums «sinergia» in Chur in rund zwei Jahren umgesetzt wird.

Medienkonferenz Chur

Tao Krauspe
Experte für Elektromobilität im Team von Plug'n Roll
Ähnliche Artikel
winter_blog
20.12.2017
Mit dem Elektroauto durch den Winter

E-Fahrzeuge haben es im Winter nicht besonders leicht. An sehr kalten Wintertagen kann die Reichweite von Elektroautos um bis zu 40 Prozent sinken, vor allem wenn die Heizung eingeschaltet ist. Kalte Batterien sind bei eisigen Temperaturen nämlich nicht besonders effizient. Aber keine Bange! Mit den richtigen Tipps und Tricks trotzen auch Sie als Elektroautofahrer den frostigen Wintertagen.

Ladestation Brusio
30.11.2017
Noch mehr Ladestationen im Puschlav

Von Ospizio Bernina bis nach Campocologno im Puschlav (Graubünden) bleibt Ihre Elektrofahrzeug-Batterie immer voll. In der Gemeinde Brusio wurden gerade zwei neue Ladestationen von Plug’n Roll installiert: eine am Gemeindehaus und eine am Gemeindeparkplatz in Campocologno. Das Puschlav zeigt damit erneut, dass Nachhaltigkeit für die Tourismusregion ein grosses Thema ist.

Ladestecker
14.11.2017
Autoindustrie investiert im grossen Stil in europäisches Schnellladenetzwerk

Die Hersteller BMW, Daimler, Ford Motor, Volkswagen inklusive der Marken Audi und Porsche planen das leistungsstärkste Schnellladenetz für Elektrofahrzeuge in Europa. Erste Ladestationen werden bereits dieses Jahr schon aufgebaut.

umweltfreundlich
01.11.2017
Ist Ihr Elektroauto umweltfreundlich?

Wer mit dem Elektroauto unterwegs ist, schont die Umwelt. Stimmt das wirklich? Was ist mit der Akku-Herstellung und dem Strom aus der Ladesäule? Eine neue Studie aus Belgien bringt nun etwas Licht ins Dunkel.

Bild_2
09.10.2017
Pontresina bestens gerüstet für Elektroautofahrer

Nachdem im August 2017 zwei Ladestationen für Elektroautos beim Kraftwerk Morteratsch in Betrieb genommen wurden, bietet die Gemeinde Pontresina nun insgesamt sieben Ladestationen an vier verschiedenen Standorten.